In der Adressleiste des Browsers haben immer mehr Webseiten ein Schloß bzw. https vorangestellt, sie sind verschlüsselt. Eine Umstellung auf HTTPS  wird  aus gutem Grund immer beliebter:  SSL-verschlüsselte Seiten gelten als besonders vertrauenswürdig und sicher. Für den Seitenbetreiber hat die SSL-Verschlüsselung noch einen schönen Nebeneffekt, die Seite wird im Google-Ranking höher bewertet als die unverschlüsselte Seite der Konkurrenz. SSL ist damit zum Standard geworden.

Umstellung auf HTTPS in 6 Schritten:

1. Das Zertifikat

Bevor Sie Ihre unverschlüsselte Seite auf HTTPS umstellen, müssen Sie ein SSL-Zertifikat auf Ihrem Webserver installieren. Domainvalidierte SSL-Zertifikate gibt es meist kostenlos bei Ihrem Hoster, sie reichen für einfache Webseiten ohne Shop völlig aus.

2. WordPress anpassen

Nachdem Sie ein BackUp (z.B. mit UpdraftPlus) gemacht haben, ändern Sie im Bereich Einstellungen/Allgemein die WordPress-Adresse und die Website-Adresse  von http auf https. 

3. Datenbank anpassen

Die Inhalte der Seite werden in der Datenbank gespeichert, ihre Adressen müssen ebenfalls geändert werden. Ein Suchen-und-Ersetzen Plugin, wie Better Search Replace übernimmt die Umwandlung automatisch und zuverlässig, es sucht  die alte http-URL und ersetzt diese durch die neue https-URL.

4. Weiterleitung einrichten

Anschließend ist noch eine 301-Weiterleitung (s. Redirect301.de) einzurichten, denn nur so sind die Inhalte sind  ausschließlich über https erreichbar sind. Außerdem wird so  Duplicate Content  und damit ein schlechteres Suchmaschinen-Ranking vermieden.

5. Webseite prüfen

Im Google Chrome Browser können Sie prüfen, ob Ihre  Webseite jetzt im vollen Umfang auf SSL umgestellt wurde. Bei einer SSL verschlüsselten Seite, die keinerlei Probleme aufweist, sehen Sie vor der Domain immer ein grünes Schloss mit dem Wort Sicher, bei unsicheren Inhalten erscheint ein Ausrufezeichen. Mit Hilfe der Konsole können Sie herausfinden, welche Elemente noch ohne SSL geladen werden. Die anschließende Fehlerbehebung kann zeitaufwendig sein und erfordert HTML- oder PHP-Kenntnisse.

6. Google über den Wechsel zu SSL-Verschlüsselung informieren

Zum Schluß fügen Sie die neue https Domain in Ihrer Google Search Console als Hauptdomain hinzu, die alte Domain wird dann im fließenden Übergang aus den Suchergebnissen verschwinden und mit der neuen ausgetauscht. Wer bereits eine Sitemap bei Google Webmastertools übermittelt hat, sollte sicherstellen, dass auch diese mit https überträgt.

Fazit:

Die SSL-Verschlüsselung ist mittlerweile Standard und damit für jeden ernsthaften Seitenbetreiber ein Muß. Bei einfachen Seiten kann einem versierten Anwender die Umstellung durchaus selbst durchführen, bei komplexen Seiten wenden Sie sich besser an einen Experten.