Pagespeed ist heute wichtiger denn je, immer mehr Nutzer surfen mobil und gerade bei schlechter Netzabdeckung können die Ladezeiten einer Seite immens sein, eine hohe Absprungrate ist damit vorprogrammiert.

Mir kommt es vor, als ob Seitenbetreiber sich gerne vom schönen Design blenden lassen und dabei vergessen, dass eine Webseite vor allem eins liefern soll: Information und zwar pronto, nur so lassen sich neue Kunden gewinnen.

Mit meinem Umstieg auf Genesis Framework haben sich die Ladezeiten meiner Seite halbiert, die Absprungrate ist ebenfalls kleiner geworden. Der Pagespeed-Test bei pingdom viel jedoch weniger schmeichelhaft aus:

Mein Webseiten-Tuning:

1. überflüssige Plugins entfernen bzw Plugins ersetzen:

Die kleinen Funktionserweiterungen sind ressourcenhungrig, sie greifen auf die Datenbank zu und erhöhen damit die Ladezeiten. Folgende Plugins habe ich deinstalliert bzw. ersetzt:

Übrig geblieben sind sechs Plugins, die ich für die Funktionalität der Webseite zwingend brauche (u.a. Contact Form 7, WPML,  Updraft BackUp).

2. Datenbank bereinigen

Mit dem Plugin WP-Optimize habe ich bei Webseiten-Umzügen und -Relaunch gute Erfahrungen gemacht. Daher habe ich damt auch für das Tunning die  WordPress Datenbank bereinigt. Es entfernt zuverlässig alle nicht mehr benötigten Einträge, wie Spam, TrackBacks, Pingbacks usw. und komprimiert die Datenbank. Die Bereinigung lässt sich automatisieren und läuft dann z.B. wöchentlich im Hintergrund. Du solltest jedoch vor der Bereinigung ein BackUp der Datenbank machen.

3. Bilder komprimieren

Die Bilder auf meiner Seite sind alle vor dem Hochladen mit einem Photoshop komprimiert, es gibt auch eine Reihe von WordPress-Plugins wie Smush, Imagify und wie sie alle heißen, mit denen Du Deine Bilder direkt im BackEnd verkleinern  kannst.

4. Caching

Ich hatte bisher kein Caching Plugin installiert und bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage, steht doch überall geschrieben, dass jeder Blog Caching braucht.

Was ist denn Caching überhaupt?  Normalerweise werden bei jedem Seitenaufruf die einzelnen Inhalte der Datenbank neu zusammengesetzt, dass kostet Zeit. Beim Caching wird die die fertige HTML-Seite in einem Cache-Verzeichnis zwischengespeichert, so kann der Server bei einer Anfrage des Browsers direkt mit der fertigen Seite antworten, die Ladezeiten können so erheblich reduziert werden. Mehr Information zu diesem Thema findest Du bei FastWP.

Ich habe mich für das kostenpflichtige Plugin WP Rocket entschieden (wegen der Black Week hat es auch nur rund 20 € gekostet), die Bedienung ist einfach und es bietet neben dem Caching auch noch eine regelmäßige Datenbank-Bereinigung (WP-Optimize musste deshalb wieder gehen), eine Minimierung der Dateigröße von HTML, JavaScript und CSS-Dateien, Lazyload für Bilder u.ä. und viele weitere Einstellungsmöglichkeiten.

Ich habe Lazyload für Bilder, das Zusammenfassen/Minifizieren für HTML, JavaScript und CSS-Dateien, asynchrones CSS und verzögertes JS eingestellt und hurra, dieses Plugin brachte den Durchbruch:

Pagespeed after

Fazit:

Die verschiedenen Maßnahmen meines Webseiten-Tunings haben sich gelohnt, die Seite wird rasend schnell geladen. Den Durchbruch brachte das Caching, welches ich jedem Webseiten-Betreiber empfehlen kann. In den kommenden Wochen werde ich die Besucherzahlen und Absprungraten im Auge behalten, in der Hoffnung, dass auch diese steigen bzw. kleiner werden.

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