Alle Jahre wieder fassen wir beim Jahreswechsel gute Vorsätze für das neue Jahr. Mehr Sport, nicht mehr rauchen, abnehmen, mehr Zeit für Familie und Freunde, mehr Kunden gewinnen, mehr verdienen, ein neuer Job. Die Liste läßt sich endlos fortführen, die Vorsätze sind alle gut und trotzdem werden die meisten nach kurzer Zeit ad Acta gelegt, obwohl es sich nicht gut anfühlt, wir erfinden für uns Ausreden und ja, es wird bald wieder ein neues Jahr geben und neue Vorsätze…

Ich bin vor dem Jahreswechsel auf das Buch The 12 Week Year: Get More Done in 12 Weeks than Others Do in 12 Months von Brian P.Moran gestossen, ein praktische Anleitung, die Dir hilft Dinge, die Dich in in Deinem Leben weiterbringen nicht nur zu denken sondern zu tuen.

Vom Jahreszyklus zum 12 Wochen Zyklus:

Wir denken, wenn es um Vorsätze und Ziele geht meist in großen Zeiträumen, die kleinste Einheit ist ein Jahr. Das Problem ist, dass wir meist erst kurz vor der Deadline (Jahreswechsel) durchstarten, um das gesetzte Ziel zu erreichen. Monatelang haben wir die Dinge laufen lassen, vor uns her geschoben, uns mit anderen, vermeitlich wichtigen Dingen beschäftigt, um dann zum Schluss richtig Gas zu geben und wir sind erstaunt, wenn wir es nochmal geschafft haben.

Warum können wir nicht täglich etwas für unsere Ziele tuen, konzentriert, fokussiert und mit Erfolg?

Der Grund liegt zum einen darin, dass wir gerne in unserer Komfortzone bleiben, wir reden über unsere Träume, stellen uns ein schönes Leben vor, nur ohne Action, ohne das Altvertraute zu verlassen, bleibt alles nur ein Traum.
Zum anderen ist die Zeitspanne von einem Jahr für uns nicht greifbar, es fällt uns leichter in Tagen und Wochen zu denken, denn in Jahren, das vor-sich-her Geschiebe ist bei kleinen Zeiteinheiten schwieriger.

Hier setzt Moran an und schlägt vor nicht mehr in Jahren sondern in zwölf Wochen Zyklen zu denken, eine überschaubare Zeitspanne, in der wir an jedem Tag etwas für unsere vorher definierten Ziele tuen können. Nach den zwölf Wochen machen wir einen kleinen Break (das kann ein langes Wochenende oder eine Woche Urlaub sein) und beurteilen mit etwas Abstand unsere Aktionen, reflektieren und setzten uns neue Ziel für die folgenden 12 Wochen.

Der Vorteil ist, dass wir täglich überlegen, ob das, was wir tuen zielführend ist. So arbeiten wir konzentriert auf unsere Ziele hin, indem wir die richtigen, zielführenden Dinge tuen.

Am Anfang steht Deine Vision:

Was sind die richtigen Dinge? Moran schlägt vor zunächst Deine Vision von Deiner Zukunft aufzuschreiben, sie umfasst all Deine Lebensbereiche. Wenn Dir das im Moment zu groß erscheint, kannst Du etwas kleiner denken, indem Du einige 10-Jahresziele definierst. Ein paar meiner Ziele sind:

  • ein freies, aktives und selbstbestimmtes Leben mit meinen Lieben,
  • schuldenfrei sein,
  • über verschiedene Kanäle ein festes, planbares Einkommen generieren

Definiere zwei bis drei (Zwischen-) Ziele für die kommenden 12 Wochen:

Diese von Dir festgelegten Ziele sollen  in den kommenden 12 Wochen Deiner Vision (oder Deinen 10-Jahreszielen) dienen. In meinem Fall könnte das sein:

guten, inspirierenden Content zu liefern.

Um dieses Ziel zu erreichen, lege ich folgende Strategien fest:

  • täglich von Montag bis Freitag zwei Stunden ungestört schreiben,
  • neue Kanäle finden, um die Beiträge zu publizieren und
  • mich mit anderen Bloggern austauschen.

Die Planung:

Nun benötigst Du noch eine wöchentliche Planung in Form einer Excel-Tabelle o.ä. mit folgenden Inhalten:

  • 2-3 Ziele
  • 3-5 Aktivitäten/je Ziel, die Dich dabei unterstützen, Dein Ziel zu erreichen,
  • Häufigkeit der Aktivität
  • ein Maß dafür, wie gut Du die Aktivität ausgeführt hast (von 0% bis 100% = Score)
  • Fortschritt
  • Ergebnis

Das Beispiel findest Du hier zum Download.

Mit dem Score machst Du Deine Ergebnisse messbar, Du erkennst, was funktioniert und was nicht, so kannst Du Anpassungen vornehmen. Ich sehe den Score sportlich, 100% ist das Ziel.

Ich werde im kommenden Jahr mit dem 12 Wochen-Plan arbeiten, um meiner Vision näher zu kommen, weitere Vorsätze habe ich nicht für 2018,