die besten Ideen haben wir nicht am Schreibtisch. Ich habe sie beim Spazierengehen, Andere beim Autofahren, so schnell wie sie da sind, sind sie auch schon wieder verschwunden, der Kopf ist leer, wir können uns partout nicht erinnern – ärgerlich.

Meine Ideen verschwinden im Nirvana der vielen Gedanken, die ständig durch meinen Kopf geistern, sie sind nicht auf Knopfdruck abrufbar, ja oftmals verschwinden sie auch ganz – flüchtig eben.

Festhalten leicht gemacht?

Heute habe ich den Selbstversuch gemacht, mir ist nämlich eingefallen, dass sich im Zeitalter von Siri, Google Now und Microsoft Cortana  alles mögliche aufzeichnen lässt.

Also habe ich Siri eingerichtet, gestartet und mit dem gesprochenen Befehl „Neue Notiz“ meinen Gedanken festgehalten. Einfach und problemlos.

Ich habe dann natürlich noch ein wenig herum probiert und Siri verschiedene Nachrichten und Mails schreiben lassen, habe mir das Wochenendwetter vorhersagen lassen  (es wird sonnig und kalt) und die WLAN Funktion an und ausschalten lassen, es funktioniert. Selbst dicke Finger oder fehlende Lesebrille hindern mich nicht mehr eine SMS zu schreiben oder die nächste Tankstelle zu suchen.

Aber…

es wird ein WLAN oder ein mobiles Netz benötigt. Das hat mich stutzig gemacht, was passiert hier mit meinen Daten? Im Netz habe ich viele kritische Stimmen zu diesen Sprachassistenten gefunden. Demnach wird mitgehört, Daten werden gesammelt und Nutzerprofile erstellt. Irgendwann treffen sie auch meine Entscheidungen, da sie sowieso alles besser wissen.

Fazit

Natürlich sind diese kleinen Helferlein gerade beim Autofahren sehr praktisch, ich glaube auch nicht, dass sich die Entwicklung aufhalten lässt, in der nahen Zukunft werden wir alle unsere technische Geräte mit Sprache bedienen.

Jedoch stört mich die Sammelleidenschaft von Apple, Google & Co., datenschutzkonform und anonym nutzbare Systeme müssen erst noch entwickelt werden.

Meine Gedanken werden also weiterhin flüchtig und frei sein, ich bin bis heute ganz gut damit durchs Leben gekommen.