Als Freelancer hat man nicht immer gleichbleibend viel zu tuen, es gibt Zeiten, in denen wir uns vor Aufträgen nicht retten können und schauen müssen, wie wir die anfallenden Arbeiten erledigt bekommen, wir verzichten auf Wochenenden und Urlaub, Freizeit wird zur Mangelware.

Und dann gibt es auch die Zeiten, in denen wenig zu tuen ist, kaum Geld reinkommt, die Nachfrage gering ist. Das sind dann die Phasen, in denen wir an unserem Business  zweifeln und überlegen, wie wir finanziell über die Runden kommt.

Mein letztes Down

Vergangenen Monat hatte ich eine Flaute, ein verheißungsvolles Projekt kam nicht zustande, obwohl ich schon einiges an Vorarbeit hineingesteckt hatte, zwar waren noch ein paar kleinere Arbeiten zu erledigen, sie füllten meinen Arbeitstag jedoch nicht aus. Es kam mir vor wie eine Vollbremsung bei hoher Geschwindigkeit, von 100 auf 0, in die Monate davor hatte ich kaum Zeit zum Luft holen.

Und mit dem Down kamen auch die Zweifel, ob das, was ich tue überhaupt Sinn macht, ob es ausreicht, um langfristig davon zu leben. Es ist schwierig in einer solchen Situation entspannt zu bleiben, mir ist es in der ersten Tagen nicht gelungen, ich habe mir besonders wegen der laufenden Kosten Sorgen gemacht. Auch war da auf einmal ganz viel Zeit, die sinnvoll genutzt werden wollte.

Flaute als Chance?

Nach den ersten Zweifeln habe ich die Zeit genutzt und zunächst all die Dinge erledigt, die liegen geblieben waren:

Es blieb noch eine Menge Zeit übrig für lange Spaziergänge mit meinem Husky, Zeit für neue Ideen und Konzepte:

  • ich möchte wieder mehr Seminare anbieten, im letzen Jahr ist das ebenso zu kurz gekommen
  • wie das Coaching, beides sind Bereiche, die ich mit Freude mache und wo ich Erfahrung habe,
  • eine Beitragsreihe über virtuelle Assistenz, ich möchte meine Erfahrungen weitergeben und von mir erstellte Dokumente wie etwa den Dienstleistungsvertrag zur Verfügung stellen.

Und natürlich habe ich gelesen (affiliate links):

Next Up

Mittlerweile ist die Entwicklung einer neuen Webseite beauftragt, alle Support-Verträge sind verlängert, die Flaute am Ende. Ich habe viele Dinge erledigt, neue Ideen gesammelt, meinen Blickwinkel geändert. Das Down hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig ein finanzielles Polster ist.

In Zukunft muss ich mir  Gedanken über mein Zeitmanagement machen, insbesondere dann, wenn ich Projekte annehme, vielleicht läßt sich ein Auftrag zeitlich etwas nach hinten verlagern, so dass das nächste Down nicht so lange andauert.